Engelberger Magazin: “Goliath gegen David”

Mittwoch, den 18. Juni 2014 um 00:00 Uhr

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Die Sommer-Ausgabe des Engelberger Magazins 2014 widmet dem Engelberger Klosterbräu eine vierseitige Reportage mit dem vielsagenden Titel “Goliath gegen David”.

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Jahresbericht 2012 Verein Engelberger Klosterbräu

Dienstag, den 26. Februar 2013 um 10:38 Uhr

Etabliert und anerkannt im Klosterdorf

Als (B)Engelbräu-Lausbuben gestartet, die den Bier-Konzern Heineken mit einer aufmüpfigen Kampagne zum „Schäumen" brachten, ist mit dem Verein Engelberger Klosterbräu eine Institution entstanden, die schon Tradition hat. Im dritten Vereinsjahr 2012 konnte sowohl die traditionsreiche zweite Festbeiz am 1. August wieder aus dem Vollen ausschenken und zum zweiten Mal durfte die Vereinsfahne offiziell mit Bannerträger an den Feierlichkeiten für den Nationalfeiertag im Kloster und im Klosterdorf mit dabei sein.

Mit dem grossen holländischen Bruder Heineken, dem wir noch vor drei Jahren auf den Schlips getreten sind, hat sich auf der Basis eines Gentleman-Agreements ein streitloses Leben-und-Leben-Lassen etabliert. Auch dies ganz im Sinne unserer Vereinsstatuten: „Der Verein Engelberger Klosterbräu ist ein Zusammenschluss von Persönlichkeiten und interessierten Bier-Liebhabern, die sich für die Förderung der einheimischen Bierkultur einsetzen." Zu dieser Kultur gehört eben auch die gegenseitige Achtung unterschiedlicher Interessen.

Unser Verein selbst ist finanziell kerngesund. Der Vorstand sorgt für ausgeglichene Budgets und Rechnungen mit bescheidenen Überschüssen. Doch unser Braupartner ist finanziell noch nicht über dem Berg. Die beachtlichen Investitionen in die Lancierung des Engelberger Klosterbräus und in die Logistik für Produktion und Vertrieb konnten bei weitem noch nicht hereingeholt werden. Ende 2012 war jedoch Licht zu erkennen am Ende des Tunnels, am Horizont tauchte für das 2013 eine schwarze Null auf. Der Verein trägt kein finanzielles Risiko an diesem Bier-Wagnis und ist froh, dass der Engelberger Brau-Partner medialogik und der einheimische Getränke-Lieferant Banz diese unternehmerische Herausforderung angenommen haben.

Der Verein und die Partner für das Brauen und den Vertrieb sind stolz, dass das Engelberger Klosterbräu sich bei der Privatkundschaft und in immer mehr Engelberger Restaurants und Hotelbetrieben so gut etabliert hat. Angesichts der Marketingstrategien mit Zuckerbrot und Peitsche der mulitnationalen Bier-Konzerne braucht dies für die Betriebe, die das Engelberger Klosterbräu ausschenken, auch ein gutes Mass an Zivilcourage und Rückgrat. Dafür sind wir als Verein auch äusserst dankbar.

Noch nicht fündig geworden ist der Vorstand auf der Suche nach einem geeigneten Standort für eine Schaubrauerei. Dieses Vereinsziel konnte noch nicht erreicht werden, doch der Vorstand bleibt am Ball.

Anian Kohler, Präsident

 

Heineken immer gut für ein Fasnachtssujet

Dienstag, den 26. Februar 2013 um 10:38 Uhr

Das Protestbier aus Engelberg, dessen Namen verboten wurde, sorgte an der Brunni-Fasnacht 2010 für eines der meist beachteten Sujets. Nach dem grossen, weltweiten Medienwirbel um die Beschlagnahmung des Biers mit dem verbotenen Namen und der Wiederauferstehung des Engelberger Gerstensafts unter dem Namen „(B)Engelbräu", startete am 1. Januar 2010 die Erfolgsgeschichte mit der offiziellen Lancierung des Biers „Engelberger Klosterbräu".

seichofFasnachtLuzern

Als Heineken Ende Januar 2013 entschieden hatte, das Eichhof-Bier nicht mehr in Luzern abzufüllen, sondern nach Chur zu transportieren, tauchte wenige Tage später just zur Luzerner Fasnachtszeit auf den Social-Media-Seiten ein passendes Bild eines liebevoll gestalteten Familien-Züglis auf. Ausgelöst, respektive lanciert hat den Innerschweizer „Shitstorm" die Brauerei Luzern am 4. Februar 2013 auf Facebook mit dem Text: „ wanted! wer kennt diese familie. der erste richtige hinweis (name und adresse...) wird mit einer kiste bier belohnt!" Die Brauerei Luzern stellt auch das Engelberger Klosterbräu her, das mit Quellwasser aus Engelberg gebraut wird. Das Bild von der Luzerner Fasnacht mit dem abgeänderten Namen des Heineken-Brands Eichhof ging um die Welt und faszinierte insbesondere die Luzerner und Innerschweizer Betrachter. In den Internet-Plattformen wurde der Entscheid von Heineken, nicht mehr am Standort Luzern in eine neue Abfüllanlage zu investieren und das in Luzern gebraute Bier künftig in Chur abzufüllen, als „Abschied in Raten" bewertet.

Ein kurzer Domain-Search bringt übrigens eine überraschende Erkenntnis: www.seichhof.ch gehört Heineken Switzerland AG, Digital Services, Obergrundstrasse 110, CH-6005 Luzern, Switzerland (Quelle: https://www.nic.ch).

 

Heineken füllt Bier nicht mehr in Luzern ab – 18 Stellen fallen weg

Montag, den 28. Januar 2013 um 07:44 Uhr

Wegen rückläufiger Volumenentwicklung in der Gastronomie und dem Wegfall eines grossen Auftrags per Ende Januar 2013 reduziert der Bierproduzent Heineken seine Abfüllkapazitäten in der Schweiz von sechs auf fünf Linien. Am Standort Luzern fallen 18 Stellen weg.

Luzern (23.01.2013) - Wegen rückläufiger Volumenentwicklung in der Gastronomie und dem Wegfall eines grossen Auftrags per Ende Januar 2013 reduziert der Bierproduzent Heineken seine Abfüllkapazitäten in der Schweiz von sechs auf fünf Linien. Am Standort Luzern fallen 18 Stellen weg.

Betroffen seien Mitarbeiter in der Produktion und Logistik, teilte das Unternehmen mit. Ein Teil des Abbaus erfolge durch Frühpensionierungen und Versetzungen innerhalb der Firma. Wie viele Personen entlassen werden, sei noch unklar, erklärte Firmensprecherin Carmen Wyss auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Für die Betroffenen werde ein Sozialplan eingerichtet. Am Standort Luzern arbeiten 311 Personen.

Den Ausschlag für den Abbau am Standort Luzern gab gemäss Heineken die veraltete Flaschenanlage, in die für eine Erneuerung 13 Mio. CHF hätte investiert werden müssen.

In Luzern soll weiterhin Bier der Marken Eichhof und Ziegelhof gebraut werden. Ab Mitte Jahr will Heineken das gebraute Bier aber per Bahn nach Graubünden transportieren und in Chur in Flaschen abfüllen.

In der frei werdenden Flaschenabfüllerei werde die heute offene Sortierung der Mehrwegflaschen und Harassen untergebracht, heisst es in der Mitteilung weiter.

Das Verteilzentrum in Luzern fokussiere sich künftig auf die Belieferung der Gastronomiekunden in der Zentralschweiz. Die Lieferungen an den Detail- und Getränkehandel erfolge ab 18. März 2013 ab dem Grossverteillager in Domat/Ems GR. Von dort aus transportiere Heineken bereits heute Getränke per Bahn.

 

Europäischer Gerichtshof gegen Bierkartelle

Mittwoch, den 26. Dezember 2012 um 00:00 Uhr

Europäischer Gerichtshof gegen Bierkartelle

Geldbussen gegen Heineken rechtmässig

Der Europäische Gerichtshof hat laut einem Artikel vom 20. Dezember 2012 im Rechtsportal www.juris.de die Geldbussen in Höhe von 198 Mio Euro und 20,71 Mio Euro bestätigt, die gegen die Heineken NV und die Bavaria NV wegen ihrer Beteiligung an einem Kartell auf dem niederländischen Biermarkt verhängt wurden.

Weiterlesen: Europäischer Gerichtshof gegen Bierkartelle

 

Jahresbericht des Vereins Engelberger Klosterbräu

Dienstag, den 31. Juli 2012 um 00:00 Uhr

Schritt für Schritt vor- und aufwärts

Traditionsgemäss führt der Verein Engelberger Klosterbräu die Vereinsversammlung am geschichtsträchtigen 1. August durch. Vor zwei Jahren wurde das Engelberger Klosterbräu am Nationalfeiertag lanciert als Höhepunkt des Protests gegen die Übernahme der Traditionsbrauerei Eichhof durch den holländischen Brauerei-Riesen Heineken.

"Das Bier vom Berg der (B)Engel" hat eine bewegte Geschichte hinter sich, sorgte für internationale Schlagzeilen und schaffte es auch zum Fasnachtssujet. Während am 1. August die Nationalhymne im Vordergrund steht, hat der Verein dank der Engelberger Fasnacht auch eine eigene Hymne.
Mitglieder des Vereins und Sympathisanten hören sich den Song mit dem verbotenen Biernamen gerne an:

Download Hymne als mp3-Datei. "Ein Bier das Deinen Namen trägt"

Im Jahresbericht des Vereins stellt Präsident Anian Kohler fest: "Nach dem turbulenten Start im Jahr 2009 mit der Lancierung des Protest-Bier durch aufmüpfige Lausbuben und einem erfolgreichen ersten ordentlichen Vereinsjahr 2010 folgte im Berichtsjahr 2011 eine Phase der Konsolidierung. Auf den Tag genau ein Jahr nach der Lancierung des neuen Biers „Engelberger Klosterbräu – das himmlische Original"– konnte der Verein mit der Durchführung der ersten ordentlichen Generalversammlung am 1. August 2011 gleich auch noch die erste eigene Beiz am Dorffest zum Nationalfeiertag eröffnen. Auf Einladung des Talammanns und als Uraufführung nahm der Verein Engelberger Klosterbräu mit der neuen Vereinsfahne auch erstmals offiziell an der 1.-August-Feier teil, sozusagen die offizielle „Fahnentaufe": Beim Einzug der Vereinsdelegationen in die Klosterkriche zum Auftakt des ökumenischen Gottesdienstes, beim Umzug durch das Dorf und bei den offiziellen Ansprachen und Darbietungen im Kurpark. Die Überraschung mit der doppelten Präsenz eigene Beiz und Fahnentaufe an der 1.-August-Feier ist gelungen und sorgte für Gesprächsstoff in den Beizen und am Rande der Feierlichkeiten."

Download Jahresbericht

 

ROI Online – Das Wirtschaftsportal der Zentralschweiz

Montag, den 30. Juli 2012 um 00:00 Uhr

Kopf der Woche

Conrad Engler, der Bier-David aus Engelberg

kopfderwocheEin Mann bringt das holländische Bier-Establishment zum Schäumen und die Engelberger Markenexperten zum Träumen: Conrad Engler aus Engelberg fordert den Weltkonzern Heineken heraus, indem er die wohlschmeckende Antipode «Keineken» lanciert, um so gegen die Eichhof-Übernahme im Jahr 2009 zu protestieren. Heerscharen von Heineken-Juristen bringen «Keineken» zwar zu Fall – sind aber unfreiwillig Geburtshelfer des exklusiven «Engelberger Klosterbräu». Der gleichnamige Trägerverein feiert am 1. August 2012 seinen zweiten Geburtstag. Bis jetzt wurden 25’000 Flaschen des erfrischenden Gerstensafts verkauft.

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Maturarbeit Kleinbrauereien in Obwalden

Montag, den 04. Juni 2012 um 00:00 Uhr

Vom "Nobody" mit viel Getöse zum beliebten Geniesser-Getränk

In einer interdisziplinären Projektarbeit im Fach Wirtschafts- und Informationstechnologie haben Ramona Kiser und Martina Windlin am Berufs- und Weiterbildungszentrum Stans eine aufschlussreiche Maturarbeit über Kleinbrauereien in Obwalden verfasst. Die erfolgreiche Geschichte des Engelberger Klosterbräus widerlegte die Eingangsthese «Ein unbekanntes Bier findet keinen Absatz».

Hier die Maturarbeit zum Download: Kleinbrauereien in Obwalden

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Engelberger Klosterbräu neu in praktischen 24er-Harassen

Montag, den 06. Februar 2012 um 11:26 Uhr

EKBHarassenHahnen

Das beliebte und exklusive Engelberger Klosterbräu gibt es neu in praktischen 24er-Harassen. Das Premium-Bier kann natürlich auch einzeln in der 33cl-Flasche gekauft werden oder in Kombination mit der edlen Geschenk-Packung im Sixpack-Karton.

Durch das neue Harassen-Angebot gewinnt das Original Engelberger Klosterbräu auch preislich an Atttraktivität und ist insbesondere auch für die Gastronomie ideal. Die edel-schwarze Harasse mit dem brilliant-weissen Logo darauf wurde exklusiv für das Engelberger Klosterbräu in der Schweiz hergestellt.

Zu beziehen ist das Engelberger Klosterbräu im Getränke-Shop Banz in Engelberg sowie im Engelberger Detailhandel.

 

«Keineken – oder denkt bitte einmal zwei Züge voraus»

Sonntag, den 28. August 2011 um 07:59 Uhr

Marco Bianchetti, Präsident Schweizerische Ophthalmologische Gesellschaft, Sursee, hat einen interessanten Artikel publiziert mit dem Titel “Keineken – oder denkt bitte einmal zwei Züge voraus”. Erschienen ist der Beitrag in der Fachzeitschrift “Ophta”, im “Luzerner Arzt” und in der “Synapse”, der Zeitschrift der Ärztegesellschaft Baselland.

Augenarzt Marco Bianchetti trifft mit seinen Schilderungen den Nagel auf den Kopf und stellt  zur “mutigen kleinen Brauerei in Engelberg” fest: “Nicht ganz zufällig suchte sie sich für dieses Produkt einen Namen, der entfernt an einen grossen multinationalen Konzern erinnert, der ein mittelmässiges, allgemein einigermassen gefälliges Massenprodukt herstellt, das gewiss alle internationalen Standards und Qualitätszertifikate vorweisen kann, aber niemanden richtig zu begeistern weiss.”

Unsere Keineken-Aktion David gegen Goliath wird im Artikel als Aufhänger verwendet, um aktuelle Entwicklungen aufzuzeigen im Gesundheitswesen. Es geht dabei um “Managed Care”, um Ärztenetzwerke und um den schleichenden Untergang von freien Arztpraxen. Statt von Bierkonzernen ist die Rede von Gesundheitskonzernen, von mächtigen Krankenkassen, statt von Heineken, Carlsberg, Eichof und Feldschlösschen von Helsana, Swica und Groupe Mutuel.

Und die Brücke vom Bier zum Gesundheitsmarkt schildert Bianchetti wie folgt: “Die heutige Situation im ambulanten Gesundheitssektor
gleicht der Situation des Biermarktes vor 20 Jahren, und ich werde von Euch vielleicht auch als verrückt angeschaut, wenn ich Euch sage, dass wir in weniger als 20 Jahren, falls wir noch berufstätig sind, mässig motivierte Angestellte von zwei bis drei Gesundheitskonzernen sein werden, die den ambulanten Gesundheitsmarkt der Schweiz mit ihren mittelmässigen Managed-Care-Produkten beherrschen, und unsere wichtigsten Probleme werden darin bestehen, ob wir siebeneinhalb oder acht Stunden pro Tag arbeiten, wie viele Kaffeepausen oder ob wir vier oder fünf Wochen Ferien haben. Ihr werdet sagen, das ist nicht möglich, wir werden doch unsere Praxen nicht an einen Konzern verkaufen, und doch sind einige von uns schon auf dem Weg dorthin.”

Als Verein Engelberger Klosterbräu freuen wir uns natürlich, mit unserer Geschichte und Keineken erwähnt zu werden. In diesem Sinne herzlichen Dank an den Autor und die Fachzeitschriften, die den Artikel veröffentlicht haben.

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